Burkina-Aktiv e.V. - Hilfe zur Selbsthilfe
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Schulen in Burkina Faso – Bildung Luxusgut

In 2006 hielt im Bereich Schulen und Bildung Burkina Faso einen traurigen Weltrekord: Nur 40% aller Kinder wurden eingeschult, folglich waren mehr als die Hälfte aller Kinder Analphabeten.  Lediglich 5% der eingeschulten Kinder waren Mädchen. Viele Väter von Töchtern vertraten die Meinung, dass ein Mädchen keine Bildung brauche. Die Aufgabe eines Mädchens sei es, der Mutter im Haushalt zu helfen, kochen und waschen zu lernen sowie sich um die restlichen Geschwister zu kümmern.

In 2014 konnten 29 von 100 Erwachsenen in Burkina Faso lesen und schreiben. Die anderen sind Analphabeten. Unter den 15- bis 24-jährigen ist der Anteil schon höher: 47 von 100 jungen Männern, 33 von 100 jungen Frauen können lesen und schreiben. Das liegt daran, dass immer mehr Kinder die Schule besuchen. Im Jahr 2014 wurden 68 von 100 Kindern eingeschult. Nur etwa 52 gehen dann aber auch tatsächlich hin.

Wo sind diese Kinder? Sie gehen nicht zur Schule. Einige wohnen so weit weg von einer Schule, dass sie gar nicht hinlaufen können. Andere Kinder werden gezwungen zu arbeiten, zum Beispiel in den Goldminen (siehe Probleme der Kinder in Burkina Faso). Manche Kinder müssen in der Zeit, in der die Pflanzen wachsen und geerntet werden, auf den Feldern helfen und kommen nur außerhalb dieser Zeit in die Schule. Manchmal können die Eltern auch die Schulhefte und Stifte nicht bezahlen. Oder sie sehen nicht ein, dass ihr Kind Schulbildung benötigt, weil sie selbst auch nicht zur Schule gegangen sind.

Unterricht auf Französisch

Wer aber zur Schule geht, wird meistens auf Französisch unterrichtet. Auch das ist für manche Kinder ein Problem, denn sie sprechen nur die Sprache ihres Volkes, zum Beispiel Mooré, die Sprache der Mossi, oder Fulfulde, die Sprache der Fulbe. Dem Unterricht zu folgen, ist für sie schwer. Stell dir vor, du kämst in die Schule und der ganze Unterricht würde auf, sagen wir mal Italienisch, stattfinden – du würdest vermutlich nichts verstehen.

Während in anderen Ländern vielfach schon zweisprachiger Unterricht angeboten wird, ist das in Burkina Faso bisher nur vereinzelt der Fall. Man erkennt aber langsam, wie wichtig die Landessprachen sind. Es gibt inzwischen einige Schulen, in denen der Unterricht in den ersten beiden Klassen in der in der Gegend am häufigsten gesprochenen Sprache stattfindet.

Die Grundschule dauert sechs Jahre. In manchen Klassen sitzen bis zu 100 Schüler!

 

Wie in den meisten afrikanischen Ländern, insbesondere auf dem Land, so auch in Burkina Faso sind eher größere Familien (vier Kinder und mehr) die Regel. Viele Eltern können sich eine Schulausbildung für ihre Kinder nicht leisten, brauchen jedoch eine höhere Anzahl von Kindern, um im Alter selbst zu überleben. Der Staat übernimmt zwar zum größten Teil die Kosten der Ausbildung, dennoch müssen die Eltern für Stifte, Papier, Schuluniform und Schulgebühren selbst aufkommen. Für viele ist dies unbezahlbar.

Die verschiedenen Ethnien (ca. 60) sprechen nicht die gleiche Sprache. Dies ist ein weiteres Bildungsproblem! Die wichtigste Amtssprache ist Französisch und somit auch die offizielle Unterrichtssprache. Nur wenige beherrschen die Sprache gut genug, um in der Schule erfolgreich zu sein. Die meisten Schüler sprechen vor allem ihre Muttersprache. In der Gegend von Goumsin sind die drei häufigsten Sprachen Mooré, Fulbe und Gourounsi.

Ferner ist es für die Schüler insgesamt schwierig, sich zu informieren oder einen gewissen Grad an Allgemeinbildung zu erlangen. In den Dörfern gibt es nur sehr selten Fernseher, Radios oder Zeitungen.

 

Schulklasse Guibtenga
Schulklasse Goumsin

Aus diesen Gründen möchte unser Verein Burkina-Aktiv e.V.  den Kindern helfen und zwar durch:

Spenden von Einrichtungsmaterial für die Schulen z.B. Tische, Stühle, Lernmaterialien.

Unterstützung von Initiativen/Projekten im Rahmen der Alphabetisierung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Unterstützung bei der Renovierung/Sanierung bestehender Anlagen wie z.B. Brunnen, Schulen, Schulküchen, Lehrerwohnungen, Schulgarten und Latrinen.

Bessere medizinische Versorgung, mehr Gesundheit und damit Leistungsfähiger.

Stärkung des Einkommens der Familien durch Weiterbild und Basisinvestitionen, um aus eigenen Mitteln diese Kosten zu tragen.


Helfen auch Sie mit und gestalten Sie die Zukunft von Kindern und Jugendlichen in Goumsin, Guibtenga und Nouna in Burkina Faso. Mit Ihrer Spende helfen Sie uns, unsere Arbeit weiter erfolgreich durchzuführen. Spenden, ganz gleich welcher Höhe, können einfach auf unser Konto überwiesen werden.

Schon mit 90 - 140 Euro ermöglichen Sie einem Kind ein Jahr lang die Schule zu besuchen, inklusive Schulgebühr, Stiften, Heften, Schuluniform, Büchern, Mittagessen usw. Natürlich sind auch Patenschaften möglich. Hierzu wenden Sie sich bitte an den Vorstand

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